Spargelliebe
Spargel aus Deutschland wird ab April bis zum 24. Juni, dem Johannistag, geerntet. Besonders beliebt in Deutschland ist der weiße Spargel, der wegen seiner feinen Aromen auf keiner Speisekarte in Hotellerie und Gastronomie sowie in der Gemeinschaftsverpflegung fehlen darf.
Anbau und Charakteristika
Zum Wachsen benötigen Spargelpflanzen leichte, sandige Böden, die viel Wärme speichern können. Die Anbauphase ist meistens von April bis Juni. Je nach Wetterlage kann Spargel täglich bis zu 7 cm wachsen. Nach dem Johannistag herrscht konsequenter Erntestopp, denn die Spargelpflanzen müssen sich bis zur nächsten Saison erholen und neue Sprosse ausbilden. Abhängig ist dies von der Witterung und der Bodentemperatur.
In Deutschland werden zwei unterschiedliche Spargelsorten angebaut: der grüne und der weiße Spargel. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts gab es nur den grünen Spargel, der bekannt für sein kräftiges „Gemüse-Aroma“ ist. Der weiße Spargel hingegen verfügt eher über ein feines Aroma. Aber nicht nur im Geschmack unterscheiden sich die beiden Spargelsorten. Während der weiße Spargel strikt von jeder Sonnenbestrahlung ferngehalten wird, darf und soll der grüne Spargel hingegen Sonne tanken, am besten sogar so viel wie möglich. Desto höher ist dann auch sein Chlorophyll- und Vitamin-C-Gehalt.
Typische Spargelsorten
- Weißer Spargel: Der unterirdisch wachsende weiße Spargel – auch Bleichspargel genannt – ist in Deutschland wegen seines feinen Aromas besonders beliebt. Da er die gesamte Zeit über unter der Erde wächst, bleiben die Stangen weiß. Kurz bevor die Stangen die Erde durchbrechen, werden sie gestochen und geerntet.
- Violetter Spargel: Diese Spargelsorte entsteht dann, wenn weißer Spargel durch die Erde bricht und der Sonne ausgesetzt ist. Dabei verfärbt sich der Spross. Er ist etwas intensiver im Geschmack als weißer Spargel.
- Grüner Spargel, auch Grünspargel genannt, bildet mithilfe der Sonne den Pflanzenfarbstoff Chlorophyll, der das Gemüse grün färbt und ihm seinen typisch nussigen Geschmack verleiht. Zudem enthält er viel Vitamin C und Provitamin A.
- Exotische Spargelsorte: Thaispargel ist grün violetter Spargel, der nicht geschält werden muss und sich hervorragend für Wok-Gerichte eignet. Er zeichnet sich durch sein besonders feines Aroma aus und wird das ganze Jahr über aus Asien nach Europa exportiert.
Wissenswertes rund um Spargel und Sortimentsumfang
Familie: Spargelgewächse (Asparagaceae)
Herkunft: Vermutlich stammt Spargel aus den Sandsteppen und küstennahen Gebieten Osteuropas und Vorderasiens
Wuchs: Ausdauernde, krautige Pflanzen
Ernte: In Europa (je nach Region) von Februar bis Juni, ganzjährig Peru
Standort: Lockerer, sandiger, nicht zu feuchter Boden; warmes Klima
Pflege: Vor Wind schützen und Pflanzen immer ausreichend feucht halten
Aufbewahrung: Im Kühlschrank hält sich weißer Spargel ein bis zwei Tage. Um den Wareneinsatz planbarer zu gestalten, kann man das Gemüse zusätzlich in ein feuchtes Tuch einwickeln, um ihn länger frisch zu halten. Man sollte jedoch darauf verzichten, den Spargel in Folie oder Frischhaltebeuteln aufzubewahren. Zudem besteht ein Unterschied darin, ob man Spargel geschält oder ungeschält aufbewahren möchte. Ist der Spargel geschält, muss er allerdings innerhalb eines Tages verzehrt werden.